Fragen und Antworten Solar und Photovoltaik

Bild zu Fragen und Antworten Solar und Photovoltaik. Solaranlage im Vordergrunf, Windräder im Hintergrund. Text: Was passiert wenn die Sonne nicht scheint? Unser FAQ zu Photovoltaik klärt die wichtigsten Fragen.

Hier haben wir für Sie häufig gestellte Fragen zu den Themen Solar und Photovoltaik beantwortet.

Die häufigsten Fragen und Antworten Solar und Photovoltaik

Scheint die Sonne bei uns stark genug und was ist bei bewölktem Himmel?

In Deutschland liefert die Sonne rund 90 mal mehr Energie als wir benötigen. Eine 10qm Photovoltaik-Anlage liefert z. B. in Norddeutschland etwa 800kWh Strom im Jahr. Würden in Deutschland die vorhandenen Dachflächen und Fassaden mit Photovoltaik Anlagen ausgestattet, dann würde das aus reichen, um den Stromverbrauch zu 100% mit Solarstrom zu decken.

Was passiert, wenn die Sonne nicht scheint?

Es wird nicht nur die direkte Sonneneinstrahlung ausgenutzt, sondern auch die indirekte, z. B. an bewölkten Tagen. Eine Photovoltaik-Anlage produziert auch an einem bewölkten Tag Strom.

Muss mein Dach unbedingt nach Süden ausgerichtet sein?

Grundsätzlich können Photovoltaik-Anlagen überall dort installiert werden, wo ausreichend Licht hinfällt. Nahezu jedes Dach und sogar flache Norddächer sind geeignet. Wichtig! Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser, Dachaufbauten und Ähnliches sollten vermieden werden.

Wie groß muss mein Dach sein?

Das hängt davon ab, wie viel Strom Sie produzieren wollen oder ob Sie den Strom vorwiegend für den Verkauf herstellen wollen. Generell lässt sich sagen, dass man pro 1000kWh Stromherstllung pro Jahr eine Dachfläche von 10m² benötigt. Der Stromverbrauch einer vierköpfigen Familie ist im Durchschnitt 5000kWh. Dies entspricht einer Dachfläche von ca. 50m².

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Wie viel Platz benötige ich im Keller für den Solarstromspeicher?

Ein Solarstromspeicher für ein Einfamilienhaus nimmt etwa soviel Platz weg wie ein großer Kühlschrank. In der Regel hat man dafür genügend Platz, z. B. im Heizungskeller.

Ist eine Solaranlage genehmigungspflichtig?

Nein, in der Regel brauchen Solaranlagen keine Genehmigung. Eine Genehmigung bei denkmalgeschützten Gebäuden liegt jedoch im Ermessen des jeweils zuständigen Denkmalschutzbeauftragten. Genaue Auskünfte dazu erhalten Sie bei Ihrer Kommunalverwaltung.

Wie lange hält eine Photovoltaik-Anlage?

Solarzellen haben eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer. Es gibt keine beweglichen Teile und daher keinen mechanischen Verschleiß. Bei Photovoltaik-Anlagen kann generell mit einer Lebensdauer von 30 bis 35 Jahren gerechnet werden.

Was bedeutet die Leistungsangabe "Wp"?

Wp steht für Watt Peak oder auf Deutsch Watt Spitze. Das ist eine Einheit, die sich in der Photovoltaik eingebürgert hat. Sie gibt die maximale Leistung an, die ein Modul bei voller Sonnenbestrahlung erreicht.

Wie kann man eine Photovoltaik-Anlage finanzieren?

Neben der Finanzierung mit Eigenmitteln kann auch eine Finanzierung über Darlehen sinnvoll sein. Lassen Sie sich bei Ihrer Hausbank oder einem Finanzpartner Ihrer Wahl über die verschiedenen Finanzierungsvarianten beraten. Verschiedene Banken bieten Sonderdarlehen mit speziellen Konditionen für die Installation von Photovoltaik-Anlagen an. Der Kunde kann hierbei entscheiden, ob er einen Kredit mit bankenüblicher Absicherung. Die Vorteile beider Kredite liegen darin, dass sie sehr individuell der persönlichen Situation angepasst werden können.

Können die Solar-Module bei Hagel beschädigt werden?

Photovoltaik-Module sind für jegliche Wettersituation entwickelt worden. Sollte dennoch ein Modul kaputt gehen, dann wird der Schaden von der Versicherung ersetzt.
Tipp: Schließen Sie unbedingt eine Allgefahrenversicherung ab.

Muss ich meine Photovoltaik-Anlage versichern?

Wir empfehlen Ihnen unbedingt, eine Versicherung abzuschließen. Bei einer Fremdfinanzierung wird dies in der Regel von der finanzierenden Bank verlangt. Versichert wird gegen:

  • klassische Gefahren wie Brand, Blitzschlag, Sturm, Leitungswasser und Hagel
  • Gefahren, die von Mensch oder Tier ausgehen, wie Diebstahl, Vandalismus, Sabotage oder Marderbiss
  • technische Gefahren, z. B. Kurzschluss oder Überspannung
  • sonstige Gefahren wie Schneedruck, Glasbruch oder höhere Gewalt

Fällt bei der Herstellung einer Photovoltaik-Anlage nicht auch CO2 an?

Ja, aber nach etwa drei Jahren Betrieb erreicht man den Punkt, ab dem der Umwelt CO2 erspart bleibt. Oder als Energiebilanz: Um die hineingesteckte Energie wieder zu erzeugen, muss die Solaranlage etwa drei Jahre laufen. Betrachtet man die Lebensdauer einer Solar-Anlage, ist das ein ausgesprochen guter Wert. Bei einer Lebensdauer von 30 Jahren wird sie also etwa zehnmal mehr sauberen Strom erzeugen als für Ihre Produktion nötig war. Jede erzeugte Kilowattstunde erspart unserer Umwelt ca. 0,7 kg CO2.

Warum sollte ich mir eine Photovoltaik-Anlage installieren lassen?

Neben dem wirtschaftlichen Nutzen gibt es sehr viele Gründe, warum Sie sich für eine Photovoltaik-Anlage bzw. für ein SmartEnergyHome-System entscheiden sollten. Sie machen sich nicht nur unabhängig von steigenden Stromkosten, sondern reduzieren Ihren persönlichen CO2-Ausstoß und unterstützen die Energiewende. Sie und Ihre Familie bekommen eine völlig neue Einstellung zum Energieverbrauch und werden Ihre gesamte Energienutzung verändern.

Ist eine Solarstromanlage eine zukunftsträchtige Investition?

In den vergangenen 10 Jahren sind die Strompreise in Deutschland um durchschnittlich 6 Prozent pro Jahr gestiegen. Wenn diese Entwicklung anhält, werden sie sich in 20 Jahren mehr als verdreifachen. Von heute durchschnittlich 0,29 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) wird der Strompreis in 10 Jahren bei über 40 ct/kWh und in 20 Jahren bei über 80 ct/kWh liegen und einen entscheidenden Kostenanteil Ihrer Fixkosten ausmachen. Dagegen bleibt Ihr Solarstrom konstant günstig. Umso mehr Sie direkt oder durch Zwischenspeicherung selbst verbrauchen, desto geringer fällt Ihre Stromrechnung aus. Damit sparen Sie viel Geld über Jahrzehnte hinweg.

Kann man die Investition auch steuerlich nutzen?

Ja. Je nachdem wie viel Strom Sie selbst verbrauchen bzw. an den Energieversorger verkaufen, können Sie alle Kosten, wie Anlagenkosten, Kreditkosten, Versicherungen, etc. abschreiben und damit steuerlich nutzen.

Wie kann ich die Eigennutzung meines Solarstroms erhöhen?

Neben der innovativen Solartechnik in Ihrem Haus können Sie Ihren Eigenstromverbrauch auch durch Ihr persönliches Handeln erhöhen.
Beispiele:

  • Schalten Sie Waschmaschine, Spülmaschine und weitere Haushaltsgeräte dann ein, wenn viel Solarstrom produziert wird, also in der Tagesmitte. Wenn Sie tagsüber nicht zu Hause sind, nutzen Sie die Zeitvorwahl. Oder nutzen Sie Zeitschaltuhren bei den energieintensiven Verbrauchsgeräten, die nicht zeitprogrammierbar sind.
  • Verrichten Sie klassische Hausarbeiten wie Staubsaugen, Kochen oder Rasenmähen so, dass möglichst viel Eigenstrom genutzt wird.
  • Laden Sie Akku-Geräte wie Handy und Notebook zu Zeiten mit hoher Solarstromproduktion auf.
  • Schalten Sie Geräte mit StandBy-Funktion ab.

Solarstrom speichern bei mehr als 30 Cent Einspeisevergütung?

Für Betreiber älterer Anlagen, die noch eine Einspeisevergütung von 30 Cent/kWh und mehr bekommen (Inbetriebnahme 2010 und früher), ist Solarstrom speichern und anschließend selbst verbrauchen wirtschaftlich nicht sinnvoll. Denn der selbst erzeugte und selbst verbrauchte Strom ist in diesem Fall teurer (mehr wert) als zugekaufter Haushaltsstrom.

Solarstrom speichern bei 20 Cent Einspeisevergütung und weniger?

Photovoltaik-Anlagen, die in jüngster Zeit (seit April 2012) installiert wurden, bekommen keine Eigenverbrauchsvergütung mehr und eine Einspeisevergütung von weniger als 20 Cent/kWh. PV-Strom speichern und selbst verbrauchen ist bei diesen Anlagen eine interessante Alternative. Je weiter die Einnahmen aus der Einspeisevergütung und die Kosten für Haushaltsstrom (26 Cent/kWh und mehr) auseinander liegen, desto mehr lohnt sich der Eigenverbrauch des Solarstroms.

Was ist ein SmartEnergyHome-System?

Ein SmartEnergyHome-System ist ein System von Enerix zur Herstellung und Eigennutzung von Solarstrom. Das System besteht aus einem Modulfeld (mehrere Photovoltaik-Module), dem Wechselrichter, einem Solarstromspeicher und dem Anschluss an das öffentliche Stromnetz.

Lohnt sich die Anschaffung eines SmartEnergyHome-Systems?

Ja, denn während die Strompreise kontinuierlich steigen bleibt Ihr Solarstrom konstant günstig. Und umso mehr Sie direkt durch Eigennutzung oder durch Zwischenspeicherung selbst verbrauchen, desto geringer fällt Ihre Stromrechnung aus. Damit sparen Sie viel Geld, Jahr für Jahr. Zusätzlich bekommen Sie für den Solarstrom, den Sie in das öffentliche Stromnetz einspeisen anstatt ihn selbst zu verbrauchen, eine über 20 Jahre gesetzlich" gefolgt von dem, was hier noch stehen sollte, vermutlich etwas wie "garantierte und in der Höhe festgelegte Vergütung.

Wie funktioniert ein SmartEnergyHome System?

Die Photovoltaik-Anlage wandelt die Sonnenenergie in elektrische Energie um. Die intelligente Steuerung entscheidet automatisch und nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten darüber, ob Sie die gewonnene Energie sofort verbrauchen, speichern, Ihr Elektromobil laden oder wenn Sie den Strom nicht selbst nutzen können, in das öffentliche Stromnetz abgegeben und dafür eine Vergütung erhalten. Verbrauchsintensive Geräte, z. B. Waschmaschine, Trockner, etc. sollten Sie künftig während des Tages und nicht in der Nacht betreiben. Alle Produktions- und Verbrauchsdaten liefert Ihnen der Energiemanager.

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