E-Mobility: Elektrofahrzeuge auf Wachstumskurs?

Bild zu Elektrofahrzeuge auf Wachstumskurs. Auto an einer Ladesäule, Text Gibt es bald das große Umdenken? Vision oder Trugschluss? Wie realistisch sind eine Million E-Mobile bis 2020?

Große Investitionen und Förderprojekte bescheren der E-Mobilität – der Politik und der Industrie sei Dank – mittlerweile erste Marktnischen. Immer besser entwickelte Stromspeicher Akkus bzw. Batterien tragen dazu bei, dass Elektrofahrzeuge jetzt auch größere Strecken zurücklegen können.

Diese Fakten haben die Bundesregierung dazu veranlasst anzunehmen, dass bis zum Jahr 2020 eine Million elektrisch betriebener Automobile über Deutschlands Straßen rollen werden. Darüber hinaus werden zunehmend E-Bikes, Pedelecs und E-Roller geräuscharm durch die Landschaft flitzen. Kurzum: E-Mobility wird sexy. Und die Faszination für Stromautos, Elektroroller und Co. wird sich positiv auf die Herstellungs- und Anschaffungskosten der Elektrofahrzeuge auswirken.

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 Elektrofahrzeuge auf Wachstumskurs: Eine Million Fahrzeuge bis 2020?

Zügiges Wachstum auf niedrigem Niveau

E-Mobilitäts-Skeptiker wie Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Lehrstuhlinhaber für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, zweifeln die Vision der Bundesregierung an. Das E-Auto sei dabei, zum Flop zu mutieren und sei auf dem besten Wege ins Museum.

Laut dem Neuzulassungsbarometer des Kraftfahrtbundesamts wurden im Juli 2013 zwar nur 515 neue E-Autos zugelassen, aber gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dieser Stand einem Plus von 189 Prozent. Von Januar bis Juli kamen so 2.904 Elektro-Pkw hinzu. Indes lag der Marktanteil von Elektroautos in Deutschland bei gerade einmal 0,2 Prozent, derweil sinken die Preise für E-Mobility. Dieser Effekt leitet sich aus der zunehmenden Konkurrenz in diesem Marktsegement und aus Einsparungen bei den Produktionskosten ab. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung gab der Autobauer Opel bekannt, den Preis für das E-Modell Ampera auf 38.000 Euro zu reduzieren. Auch die Preise für E-Kleinkraftwagen-Umbauten sanken. So ist beispielsweise der VW-Käfer im ReeVolt-Konzept des Hamburger Unternehmens Sirri Karabag künftig ab 13.441 Euro zu haben, diese Preissenkungen wirken direkt auf die Verkaufszahlen. In den USA traten im August 11.000 Elektro-PKWs ihre Jungfernfahrt auf amerikanischen Straßen an (Quelle: Zeitschrift Hzwei – Magazin für Wasserstoff und Brennstoffzellen, Seite 37). In den Vereinigten Staaten ist das Thema E-Mobility längst kein Randphänomen mehr.
 In Deutschland hingegen lassen die politischen Rahmenbedingungen annehmen, dass emissionsfreie Antriebstechnologien in der Entwicklung und im Gebrauch noch Luft nach oben aufweisen. Immerhin setzt die Europäischen Union mittelfristig auf sinkende CO2-Grenzwerte für Neuwagen – von 130 Gramm je Kilometer auf 95 (Quelle: Zeitschrift Hzwei – Magazin für Wasserstoff und Brennstoffzellen, Seite 41). Allein mit der Entwicklung von noch emissionsärmeren Verbrenner-Motoren dürfte dieses Ziel kaum zu erreichen sein. Diese Fakten und die weltweit steigenden Verkaufszahlen, hier dargestellt von Frost & Sullivan,sprechen ausdrücklich für die Elektromobilität als Fortbewegungstechnologie mit Zukunft.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Bereichen der E-Mobility.

  1. Fragen und Antworten zum Thema Elektrofahrzeuge
  2. Fragen und Antworten zum Thema Pedelecs und E-Bikes
  3. Fragen und Antworten Solar und Photovoltaik
  4. Informationen zum Thema Elektrofahrzeuge

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